Digitalen Stromzähler + Gateway = Smart Meter
Was ist ein Smart Meter?
Ein Smart Meter besteht aus einem digitalen Stromzähler und einem Smart Meter Gateway. Der digitale Stromzähler ersetzt den analogen Ferraris-Zähler und erfasst den Verbrauch präzise. Die Werte können vor Ort digital abgelesen werden, eine Fernauslesung ist jedoch nur mit dem Gateway möglich.
Das Smart Meter Gateway verbindet die Messeinrichtung mit dem Kommunikationsnetz, überträgt die Daten verschlüsselt und schützt die Zugriffsrechte. So können Energieversorger und Netzbetreiber die Verbrauchsdaten automatisiert erhalten, ohne dass eine jährliche Vor-Ort-Ablesung nötig ist. Der Messstellenbetreiber übernimmt Installation, Betrieb und Wartung.
Smart Meter als Basis für Energiewende
Mit der Einführung von Smart Metern fällt der Startschuss für Digitalisierung der Energiewende. Als sichere Kommunikationsplattform bilden sie die Basis für die Energiewende im Stromversorgungssystem.
Welche Kosten entstehen für Smart Meter und digitale Stromzähler?
Die Preise für den Messstellenbetrieb sind im Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) klar geregelt. Für einen digitalen Stromzähler liegt die jährliche Obergrenze bei 20 Euro. Bei Smart-Meter-Gateways sind die Kosten gestaffelt und richten sich nach Ihrem Stromverbrauch oder der Leistung Ihrer Einspeiseanlage. Eine vollständige Übersicht finden Sie in unserer Kostenaufstellung. So haben Sie volle Transparenz und Planungssicherheit.
- Preisblatt iMsys und mMe pdf
Smart Meter beantragen
Der vorzeitige Einbau eines Smart Meters ist auf Kundenwunsch möglich, wenn Sie zur Installation verpflichtet sind und die Technik verfügbar ist. Aktuell betrifft dies Kunden mit einem Jahresverbrauch von 6.000 bis 100.000 kWh. Der Zählerplatz muss geeignet sein und eine stabile Mobilfunkverbindung vorhanden sein. Prüfen Sie dies am Zählerschrank mit Ihrem Smartphone ohne WLAN. Für den vorzeitigen Austausch fällt eine Umbaupauschale an, die auch bei Abbruch der Montage berechnet wird.
Datenschutz und Datensicherheit
Wie sicher sind Smart Meter?
Deutschland bietet die höchsten Sicherheitsstandards für Smart Meter in Europa. Alle Systeme nutzen ein Sicherheitsmodul, das Kommunikationsverbindungen mit modernen Verschlüsselungsverfahren schützt. Zugelassen sind nur Gateways, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geprüft und nach dem „BSI-Sicherheitsprofil“ zertifiziert wurden. Diese Standards übertreffen Online-Banking und entsprechen dem Niveau des Personalausweis-Chips. Strenge Datenschutzvorschriften sichern zusätzlich die Verarbeitung Ihrer Daten. Mit den Konzepten SiLKe („Sichere Lieferkette“) und SiMon („Sicherer Monteur“) wird auch der Installationsprozess maximal geschützt.
Was ist eine SiLKe?
SiLKe steht für „Sichere Lieferkette“ und schützt Smart Meter Gateways vor Manipulation während Produktion, Transport und Montage. Die Geräte bleiben bis zur Installation in speziellen Sicherheitsboxen, die nur autorisierte Personen mit Einmal-Codes und pyKeys öffnen können. So wird garantiert, dass ausschließlich geprüfte und unveränderte Gateways eingebaut werden.
Was ist ein SiMon?
SiMon steht für „Sicherer Monteur“ und ist ein entscheidender Bestandteil der Sicherheitskette bei der Installation von Smart Meter Gateways. Um die Integrität der sicheren Lieferkette zu gewährleisten, dürfen Montage und Annahme der Geräte ausschließlich durch speziell geschulte und autorisierte Monteure erfolgen. Alle Personen mit Zugriff auf die Gateways sind namentlich registriert und haben eine umfassende Schulung durchlaufen. SiMon übernimmt die fachgerechte Installation sowie die Inbetriebnahme der intelligenten Messsysteme und sorgt dafür, dass höchste Sicherheits- und Datenschutzstandards eingehalten werden.
Smart Meter und Kosten
Kostenstruktur
Die Abrechnung der Kosten für den Messstellenbetrieb durch den grundzuständigen Messstellenbetreiber (gMSB) erfolgt nach den gesetzlichen Vorgaben des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG). Dieses Gesetz legt verbindliche Preisobergrenzen für digitale Stromzähler und intelligente Messsysteme fest und sorgt damit für Transparenz und Fairness. Für digitale Stromzähler sind die Kosten einheitlich geregelt und gesetzlich gedeckelt. Bei Smart Meter Gateways richtet sich die Preisgestaltung nach dem jährlichen Stromverbrauch oder der Einspeiseleistung. Dadurch können die Kosten je nach Anwendungsfall variieren, bleiben jedoch innerhalb der gesetzlich festgelegten Grenzen.
kostenpflichtige Zusatzleistungen
Der grundzuständige Messstellenbetreiber (gMSB) darf nur für sogenannte Zusatzleistungen zusätzliche Kosten berechnen. Diese Leistungen gehen über die gesetzlich definierten Standardleistungen hinaus und werden ausschließlich auf ausdrücklichen Wunsch des Anschlussnutzers erbracht. Damit ist sichergestellt, dass die regulären Kosten für den Messstellenbetrieb transparent und gesetzlich gedeckelt bleiben. Zusatzleistungen können beispielsweise besondere Servicewünsche oder individuelle Anpassungen sein, die nicht im Standardumfang enthalten sind.
Betriebskosten
Der Eigenverbrauch des Smart Meters wird nicht auf Ihren Stromverbrauch angerechnet und somit auch nicht berechnet. Das intelligente Messsystem arbeitet energieeffizient und verursacht keine zusätzlichen Kosten für Sie. Damit bleibt Ihre Abrechnung transparent und entspricht ausschließlich Ihrem tatsächlichen Verbrauch.
Umbaukosten
In den meisten Fällen kann der Smart Meter oder der digitale Stromzähler problemlos an der Stelle installiert werden, an der bisher Ihr alter analoger Zähler montiert war. Sollte jedoch ein Umbau erforderlich sein, ist laut gesetzlicher Regelung der Haus- oder Wohnungseigentümer verpflichtet, einen Elektrofachbetrieb zu beauftragen und die entstehenden Kosten selbst zu tragen. So wird sichergestellt, dass die Installation fachgerecht erfolgt und alle Sicherheitsstandards eingehalten werden.
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